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Cinéma privé. Der ganz private Lieblingsfilm von Mark Waschke
08.12.2017

Cinéma privé. Der ganz private Lieblingsfilm von Mark Waschke
19:30 Uhr

Das Filmmuseum Potsdam und radioeins (rbb) erteilen bekannten Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur, Sport und Politik einen Freibrief für die Gestaltung eines Filmabends. Ob anerkanntes Meisterwerk oder umstrittener Streifen - einmal je Quartal können Prominente ihren Wunschfilm im Filmmuseum präsentieren und mit radioeins-Filmexperte Knut Elstermann ins Gespräch kommen. Die Wahl des Film- und Theater-Schauspielers Mark Waschke fällt auf den Film »Der Spiegel« von Andrej Tarkowskij.

Vor der Vorführung Mark Waschke im Gespräch mit Knut Elstermann

Präsentiert von radioeins und Märkische Allgemeine Zeitung

Der Spiegel/ Serkalo R: Andrej Tarkowskij, D: Margarita Terechowa, Ignat Danilzew,Larissa Tarkowskaja, UdSSR 1975, OmU, 105'
In Andrej Tarkowskijs stark autobiografischem Meisterwerk blickt ein Mann während einer von Krankheit und Entfremdung bestimmten Lebenskrise zurück auf seine Kindheit. Prägende Erlebnisse wie die Trennung des Vaters von der Familie sowie kriegsbedingte Evakuierung werden mit Träumen des Jungen und zeithistorischen Filmdokumenten verwoben, das private Schicksal verbunden mit den gesellschaftlichen Erschütterungen und Umbrüchen in der Sowjetunion zwischen 1930 und den späten 1970er Jahren. Der verschlungenen Struktur eines Bewusstseins folgend tritt ein poetisch gebrochener, freier Wechsel der Zeitebeneben an die Stelle einer linearen Erzähllogik: »Tarkowskij gelinget es, uns Zeit empfinden zu lassen, als träten wir in einen Raum ein (...).« (Klaus Kreimeier)