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Bambi, goldener Spatz und fliegender Ochse
Bambi, goldener Spatz und fliegender Ochse 

» Foyerausstellung

Bambi, goldener Spatz und fliegender Ochse

Bambi, goldener Spatz und fliegender Ochse
5.6. bis 5.12.2010

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Goldener Apsara vom Festival in Phnom-Penh für „Die gefrorenen Blitze” (1967)
Ersehnte Ziele jedes Filmemachers sind ein gelungener Film und volle Kinosäle. Und mindestens als Sehnsucht Nummer drei gilt die Aufmerksamkeit der Fachöffentlichkeit, die sich in einem Festivalpreis manifestiert. Natürlich gibt es im Filmmuseum Potsdam auch eine Sammlung solcher Trophäen. Sie enthält Filmpreise, aber auch Präsente und Urkunden, die auf Filmveranstaltungen, Premieren oder als Fangeschenke überreicht wurden. Die optische Präsenz dieser Objekte, ihre zum Teil bizarre Gestaltung sind erstaunlich. Zu den umwerfenden Beispielen gehört der Preis „Goldene Apsara“, den das 1.Internationales Film-Festival Phnom-Penh 1968 dem DEFA-Film „Die gefrorenen Blitze“ zuerkannte. Auch der „Große Steiger“, der beim Nationalen Filmfestfestival der DDR verliehen wurde, oder ein goldenes Raumschiff vom utopischen Filmfestival Triest sind echte Überraschungen. Ausstellungsbesucher werden auch einen der Lieblingspreise der Deutschen, den Bambi, anschauen können, Daniel Brühl bekam ihn für seine Rolle in „Good bye Lenin".

Foyerschau zeigt Ehrungen
Foyerausstellung, bis 29. August.
Märkische Allgemeine Zeitung, Ricarda Nowak, 6.6.2010
Während dem Oscar als Filmpreis so gar nichts Sonderbares anhaftet, erscheint die „Nabelschere“ doch hinreichend skurril. Gefreut hat sich Christa Kozik über diese Auszeichnung, die sie 1978 beim Kinderfilmfestival in Salzburg vom Publikum für ihr Drehbuch „Philipp, der Kleine“ bekam, vermutlich trotzdem. Außer der „Nabelschere“ werden in der aktuellen Foyerschau im Filmmuseum rund 100 Trophäen und Urkunden gezeigt, die von Mannheim bis Manila überreicht wurden.

Kuratorin Ines Belger entriss die Schätze dem Museumsarchiv. Deshalb können Besucher seit Freitagabend über ein goldenes Raumschiff vom Utopischen Filmfestival Triest (Italien), den geschnitzten „Großen Steiger“ vom Nationalen Filmfestival Karl-Marx-Stadt oder über den „Findling“ eines DDR-Filmklubs staunen. Ein Oscar fehlt in der Ausstellung, „den wollte uns bislang keiner der Gewinner überlassen“, bedauerte die Kuratorin. Dafür stehen andere Gold-Trophäen in den Vitrinen. Regisseur Andreas Kleinert stiftete dem Filmmuseum den „Jupiter“ von 1999 – Leserpreis des Filmmagazins „Cinema“ für seine Fernsehproduktion „Klemperer“. 2003 freute man sich im Filmmuseum über eine weitere Dauerleihgabe. Schauspieler Daniel Brühl stellte Deutschlands bekanntesten Medienpreis „Bambi“ zur Verfügung, den es für „Good bye, Lenin!“ gab.

Zu den Filmpreisen gesellen sich in der Schau noch andere Ehrungen. So wurde Ufa-Star Ilse Werner für zehn Jahre unfallfreies Fahren und Defa-Schauspieler Harry Hindemith für seine erfolgreiche Teilnahme am Urlaubermassensport ausgezeichnet. Kameramann Horst Klein erhielt für „vorbildliche Leistungen“ eine Plakette der Schutzpolizei. Mit der Vernissage wurde gleichzeitig der 70. Geburtstag des Regisseurs und ehemaligen Kulturbeigeordneten (1994 bis 1999) Claus Dobberke begangen. Unter den rund 100 Gästen befanden sich die beiden Ex-Stadtoberhäupter Brunhilde Hanke und Horst Gramlich sowie Amtsinhaber Jann Jakobs.
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