Besucher des Museums sollen auf die Arbeit des Archivs, der Sammlungen aufmerksam gemacht werden.
Stellt dieser Teil, der eher im Verborgenen liegt, doch die Basis eines jeden Museums dar.
1912 - Asta Nielsen in Babelsberg
Foyerausstellung und Filme 14. Februar – 3. Juni 2012 (Eröffnung am 13. Februar, 20 Uhr)
Für Publikumsliebling Asta Nielsen aus Dänemark sucht eine Filmfirma 1911 einen neuen Standort vor den Toren Berlins. Wenige Monate später, am 12.2.1912, beginnt bei der Bioscop in Nowawes nahe Neubabelsberg der Dreh des ersten Films zur neuen Nielsen-Serie. „Der Totentanz“ steht am Beginn der erfolgreichen Karriere einer Film-Stadt. Zwei Kriege, zwei Republiken, zwei Diktaturen und etliche Jahrzehnte später feiert ein Studio seinen 100. Geburtstag, dessen erste Filme im „Glashaus“ entstanden, weil man Tageslicht zur Ausleuchtung brauchte.
Die Foyerausstellung zeigt aus einem bislang unveröffentlichten Album über 40 Standfotos, die für die Rekonstruktion des Filmfragments von „Der Totentanz“ unter Leitung Stefan Drößlers verwendet wurden. Das Filmmuseum Potsdam dankt ihm und Gerhard Ullmann vom Filmmuseum München herzlich für die Filmrestaurierung, die unkomplizierte Zusammenarbeit und für die Bereitstellung der Fotos. Die Premiere des durch diese Stills ergänzten Filmfragments findet anlässlich der Berlinale am 12.2.2012, dem 100. Jahrestag des Drehbeginns des ersten Babelsberg-Filmes, statt und es läuft am folgenden Tag zur Eröffnung der Foyerausstellung im Museumskino.
Raddatz
8. Juni – 2. September 2012 (Eröffnung 7.6.2012)
Von Märchenschlössern und Schurkenwinkeln -
Die Filmräume der DEFA-Szenenbildner
7. September 2012 – 3. März 2013 (VW-Projekt)
Teil 1: Die Räume des Bösen (AT)
7. September bis 2. Dezember 2012 (Eröffnung 6.9.2012)
Teil 2: Historisch phantastisch - Schlösser und Burgen in Spielfilmen der DEFA (AT)
7. Dezember bis 3. März 2013 (Eröffnung 6.12.2012)
Konzept erstellt von dem Projekt
SPIELRÄUME. SZENENBILDER UND -BILDNER IN DER FILMSTADT BABELSBERG
(HU Berlin)
Das Szenenbild übernimmt eine herausragende Rolle innerhalb der Filmproduktion. Sein Beitrag steht im Zentrum dieser zweiteiligen Foyerausstellung. Exemplarisch möchte die Ausstellung anhand verschiedener Materialien wie Szenenbildentwürfen, Modellen, Werkfotos, Plakaten, Programmen und nicht zuletzt an den Filmen selbst einen Einblick in die Entstehung kinematographischer Architekturen gewähren.
Der erste Ausstellungsteil widmet sich dem Innenraum als Charakterhülle von Negativfiguren. Vom bösen Wolf bis Hitler – kaum ein Film kommt ohne den obligatorischen Bösewicht aus. Die ihm spezifisch zugeordneten Filmräume sind für den Zuschauer unmissverständlich erkennbar, werden allerdings immer wieder neu konstruiert und gestaltet. In der schöpferischen Arbeit der DEFA-Szenenbildner entfaltet sich über die Jahrzehnte ein breites Spektrum des Bösen.
Schlösser und Burgen stehen im Fokus der zweiten Foyerausstellung zum Szenenbild. In vielen DEFA-Filmen bilden sie die zentralen Handlungsorte und Aktionsräume, und gehörten zum festen Repertoire der DEFA-Szenenbildner. Die jeweiligen Bedürfnisse der Filmemacher unterschieden sich jedoch: Für historische Großprojekte wie die Thälmann- und Liebknecht-Filme musste das Berliner Schloss wieder im Vorkriegszustand erstehen. Für die Adaption des Literaturklassikers „Emilia Galotti“ etwa verlegte das Filmteam das italienische Kleinfürstentum Guastalla nach Potsdam. Auch Märchenprinzen und -prinzessinnen kommen nur selten ohne eine ihnen angemessene Wohnstatt aus: das Märchenschloss. Die Ausstellung zeigt, wie sich die Raumkreationen der Filmszenographen im Spannungsfeld von historisch korrekter Wiederherstellung, Umnutzung und origineller Neuschöpfung bewegen.
Stand 12.1.2012
Die Filmräume der DEFA-Szenenbildner




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