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Blick in den Kinosaal, Foto: h neun, Berlin
Blick in den Kinosaal, Foto: h neun, Berlin 

Stanley Kubrick - A Life in Pictures

GB 2000
R: Jan Harlan
Dok., 137’

„Familienbande“ ergeben in der Filmbranche mitunter eigenwillige Querverbindungen: Jan Harlan, Neffe des deutschen Regisseurs Veit Harlan, war der Schwager von Stanley Kubrick und zeitweise auch dessen Assistent. Mit der Dokumentation „Stanley Kubrick: A Life in Pictures“ versucht Harlan eine Annäherung an den privaten Kubrick. Freunde, Mitarbeiter und Familienmitglieder werden befragt und gewähren Einblicke in ihre Erfahrungen mit einem scheuen Menschen und genialen Regisseur. An der Kamera übrigens: Manuel Harlan, Jans Sohn. Veit Harlan, Jans Onkel, war Regisseur erfolgreicher und berüchtigter Filme in der NS-Zeit. Nach 1945 wurde er vor Gericht gestellt und freigesprochen. Alle Aufführungen seiner Filme wurden in der Nachkriegszeit von Protesten begleitet. In „Hanna Amon“ liebt die Titelheldin (Kristina Söderbaum) ihren jüngeren Bruder (Lutz Moik) mit inzestuöser Inbrunst. Als eine nymphomane Adlige (Ilse Steppat) Gefallen an dem jungen Mann findet, müssen beide Frauen ihr Begehren mit dem Leben bezahlen. In Fieberträumen sieht sich Hanna als Isis im alten Ägypten ... Der Film ist die Flucht seines geächteten Regisseurs in den Wahnsinn. Nicht „Jud Süß“, nicht „Kolberg“ sollen sein Vermächtnis sein, sondern „Hanna Amon“, ein Film, so grotesk, verstiegen, überinszeniert und symbolbeladen, geschmacklos und absolut faszinierend wie kein zweiter von Harlan. Und die gesamte Familie muss mit auf den Horrortrip: Ehefrau Kristina Söderbaum, beider Sohn Caspar und Harlans Tochter Susanne aus dessen erster Ehe mit Hilde Körber.

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