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Albert Wilkening auf dem DEFA-Studiogelände, 1964 - Foto: Filmmuseum Potsdam
Albert Wilkening auf dem DEFA-Studiogelände, 1964 - Foto: Filmmuseum Potsdam 

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Erinnerung an Albert Wilkening

4.2.: Veranstaltung und Empfang zum 100. Geburtstag
In Kooperation mit der DEFA Stiftung

Erinnerung an Albert Wilkening (5.2.1909 – 24.7.1990)
Albert Wilkening war eine rare Spezies in der DDR: ein hochgebildeter Bürgerlicher mit kommunistischen Ansichten, eine souveräne Schlüsselfigur, ein Patriarch. Fast vier Jahrzehnte lang engagierte er sich für die DEFA und ihre Filme ­– natürlich auch international.
Albert Wilkening studierte in München und Heidelberg Ingenieurs- und Rechtswissenschaft und hatte über 10 Jahre als Patentingenieur bei der AEG gearbeitet, bevor er 1945 dem Ruf der Sowjetischen Militäradministration folgte und die kommissarische Leitung der Tobis-Filmkunst übernahm. Er schrieb DEFA-Geschichte, nicht nur als Praktiker sondern auch als Publizist, Chronist und Wissenschaftler.
Vom abenteuerlichen Neubeginn 1946 an bis zu seinem Abschied 1976 bestimmte er die Geschicke der DEFA maßgeblich mit: als Technischer Direktor, ab 1948 als Produktionschef, nach Gründung des VEB DEFA-Studios für Spielfilme Potsdam-Babelsberg am 1.10.1952 bis 1973 als Direktor für Produktion und Technik, zwischen 1956 und 1961 und erneut nach 1969 als Hauptdirektor des Spielfilmstudios. Seit 1954 war er am Aufbau der Filmhochschule beteiligt, ab 1956 dort Professor und Leiter der Fakultät Kamera (bis 1970), und er gab die Zeitschrift „Bild und Ton” heraus.
Auch nach seiner Pensionierung blieb er seinem Lebensthema treu, als Präsident des Film- und Fernsehrates, als Mitglied des Präsidialrates des Kulturbundes, als Mitglied der UNESCO-Kommission, als Vizepräsident der UNIATEC (Internationale Union der filmtechnischen Verbände) oder als Vorstandsmitglied des Verbandes der Film- und Fernsehschaffenden der DDR.
Albert Wilkenings Rolle im DDR-Film untersucht seit Januar 2009 ein von der DEFA-Stiftung unterstütztes Forschungsprojekt am Filmmuseum Potsdam, denn der erste Nachlass, der 1990 in die Obhut des Museums gelangte, war der seine.
Mehr zu Albert Wilkening unter Dokumente und Fotos aus dem Nachlass bzw. unter www.filmmuseum-potsdam.de/html/de/480-3260.htm und
unter Biographie bzw. unter www.filmmuseum-potsdam.de/html/de/480-3259.htm

Laudatio: Egon Günther bald als PDF-Datei
Film zur Veranstaltung: Der Dritte
R: Egon Günther, DDR 1972
Nach zwei Männern (und zwei Verlusten!) sind einer 35jährigen Mathematikerin zwei Kinder, ein richtiger Beruf, offene Fragen und ihre Einsamkeit geblieben. Aus der bricht sie aus und sucht sich mit dem Dritten (hoffentlich...) den Richtigen. 18 Jahre aus dem Leben einer Frau, in zwei Zeitebenen erzählt, in den Hauptrollen Jutta Hoffmann, Rolf Ludwig, Armin Mueller-Stahl. Preise in Venedig und Karlovy Vary.
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