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Eröffnung der Ausstellung „Märchenland Babelsberg”; Foto: J.K. Leopold
Eröffnung der Ausstellung „Märchenland Babelsberg”; Foto: J.K. Leopold 

» Pressespiegel

Familienausstellung „Märchenland Babelsberg”

Geheimtipp Märchenland
Märkische Allgemeine Zeitung, 22.8.2007, C. und C. Ruppert

Es gibt sie noch, die Orte an denen man mit gutem Gewissen Kindergeburtstag feiern oder kindgerechte Unterhaltung genießen kann. Zweifelsfrei eine originelle und dabei lehrreiche Angelegenheit haben wir in fußläufiger Entfernung vom Potsdamer Hauptbahnhof erlebt, nämlich im ehemaligen, aus einer Orangerie hervorgegangenen Marstall. (...) Im Filmmuseum – ganz getreu dem Motto der aktuellen Ausstellung – werden Märchen eben doch mal wahr. Den Besucher erwarten hier an Kinderbedürfnisse multimedial angepasste Erlebniswelten, die Filmrequisiten, Kulissen sowie Audio- und Videovorführungen mit textlixhen Erläuterungen. Rätsel- und Quizecken in gelungener Weise verbinden. Erwähnenswert ist die sachkundige und liebenswerte Betreuung der Kinder (...). Wir haben’s ausprobiert und waren begeistert.

50.000 Besucher in Märchen-Schau des Filmmuseums
Potsdamer Neueste Nachrichten, Sandra Eichler, 24. Januar 2007
In der Ausstellung „Märchenland“ im Potsdamer Filmmuseum wurde gestern die 50.000. Besucherin begrüßt: Es war die sechsjährige Leonore Kruczek, die mit ihrer Mutter Beate und der dreijährigen Schwester Emma die Märchen-Schau besuchte. Leonore war bereits das siebte Mal zu Gast – weil so „viele Märchen da“ sind, sagte die Erstklässlerin. Als Vielfach-Besucherin ist sie offenbar nicht die Einzige: Denn mit dem Besucherrekord hat das Filmmuseum auch eine neue Aktion für die „Märchenland“-Ausstellung gestartet. Für „Wiederholungstäter“ gibt es eine Bonuskarte. Wer mehr als fünfmal kommt, bezahlt für den sechsten Besuch nicht. (...)

Großes Lob fürs Filmmuseum
Märkische Allgemeine Zeitung, Leserbrief, 2.2.2006
Am 16. Januar ist meine Tochter Elisa Marie 6 Jahre alt geworden. (...) Wir besuchten mit Freunden im Filmmuseum die Ausstellung „Märchenland Babelsberg”. Und weil wir uns angemeldet hatten, gab es noch eine besondere Überraschung: Die Kinder wurden von zwei Mitarbeitern des Filmmuseum begrüßt und die ganze Zeit betreut. Sie wurden durch die Ausstellung geführt und haben interessante Sachen erlebt, anschließend haben sie zusammen gebastelt, dann wurden die Kinder nach ihrem Wunsch geschminkt und konnten sich nach ihrer Wahl verkleiden. (...)
Großes Lob an das Haus für diese hervorragende Ausstellung (da wird man ja selber wieder zum Kind), vielen Dank an die Mitarbeiter für ihre ausgesprochene Geduld und Freundlichkeit. (...) Für uns steht fest, wir werden in diesem Jahr noch häufig das Filmmuseum besuchen. Vielen Dank im Namen meiner Tochter und von mir.
Heike Seidel, Potsdam

Wer hat in meinem Bettchen geschlafen?
Übernachten mit Schneewittchen, Rotkäppchen und Co. im Märchenland
Märkische Allgemeine Zeitung, Jule, 17.10.2005
12 Tellerchen, 12 Becherchen, 12 Bettchen stehen im goldenen Thronsaal. Auf einer langen Festtafel warten Würstchen, Kekse, Weintrauben und andere Leckereien auf hungrige Zwergen-Mannschaft. Nein, wir sind nicht bei Schneewittchen und den sieben Zwergen, sondern im Märchenland im Filmmuseum.
Am Wochenende durften Sieben- bis Elfjährige zwischen Rotkäppchen und König Drosselbart und dem kleinen Muck übernachten. Einige von Ihnen hatten den besonderen Schlafplatz bei einem Quiz gewonnen, andere diesen märchenhaften Abend von den Eltern geschenkt bekommen. (...)

Ausgesetzt, verachtet, gefressen
Geschichten aus der Vor-Harry-Potter-Zeit: Die neue Ausstellung im Filmmuseum „Märchenland Babelsberg” dreht sich um DEFA-Kinderfilme
Potsdamer Neueste Nachrichten, Marion Hartig, 1.6.2005
Sie haben es nicht leicht, Schneewittchen und Rotkäppchen, der kleine Muck und Aschenbrödel. Allein gelassen in der Welt, im großen dunklen Wald, eingesperrt in der Dachkammer, tyrannisiert von der bösen Stiefmutter, bedroht vom gefährlichen Wolf. Doch sie geben nicht auf – und irgendwann kriegen sie die Kurve, schaffen es durch den Wald, lassen Stiefmütter und Wölfe hinter sich. Um dann doch noch ihr Glück zu finden. Als wachgeküsste Prinzessin oder glücklicher Muck. Nach diesem Prinzip funktionieren Märchen gewöhnlich.
Und auch die neue Ausstellung im Filmmuseum „Märchenland Babelsberg”, die morgen eröffnet und bis zum 17. April 2006 gezeigt wird, ist nach diesem Schema aufgebaut. Die aufwändig gestaltete Präsentation beginnt mit den kleinen Herkunfts-Häuschen der Helden, das Zuhause von „König Drosselbart”, „Schneewittchen” und „Aschenbrödel”. Die offenen Bauten sind wie die Märchen-Tatorte gestaltet und entführen mit Bildern, Texten, Hörproben, Büchern und Filmausschnitten in die fantastischen Welten. Dann der große dunkle Wald und zum Schluss: das goldene, pompöse Königreich-Zimmer.
Auf sieben Film-Märchen nach den Gebrüdern Grimm, Hans Christian Andersen und Wilhelm Hauff konzentriert sich die Ausstellung, erklärt Kuratorin und Filmmuseums-Mitarbeiterin Ugla Gräf. Sie hat möglichst einfach erzählte, klassische Geschichten zusammengestellt, die Schau ist konzipiert für Kinder von fünf bis zehn Jahren.
Mittelpunkt der Schau ist der beeindruckend gebaute Wald. Durch ihn werden auch die an Fernsehattraktionen gewöhnten, coolsten Kinder nichtunberührt hindurchspazieren. 150 echte Rubinen-Bäume haben die Ausstellungsmacher in das Museum geholt. Im schummrigen Licht verteilen sie sich auf dem dunkelroten Teppich. Wer vom Weg abkommt, landet auf weichem, nachgiebigen Boden. Schön darüber hinaus das Zwergenhaus-Interieur mit den sieben kleinen Stühlen an dem kleinen Tisch, den Betten und den an einer Leine baumelnden Hosen. Schön gemacht auch die in offene Bäume gehängten Bild- und Texttafeln, welche die dunklen der Märchen, die Szenen, in denen es den Helden an den Kragen geht, erzählen. Die Erlösung kommt dann am Ende des Waldes hinter dem goldenen Vorhang.

Drosselbart und Konsorten
Als das Wünschen noch geholfen hat:
„Märchenland Babelsberg” im Filmmuseum Potsdam
Märkische Allgemeine Zeitung, Angelika Mihan, 21./22.5.2005
Es war einmal und es ist immer. Märchen haben kein Verfallsdatum. Sie begegnen uns, wenn wir noch klein sind und uns fürchten und die Angst zu überwinden. Sie sind Begleiter auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Aufgeschrieben oder erdacht von Menschen, die sich das Wundern noch erhalten haben und an eine lichte und gerechte Zukunft glauben. Übertrieben? Das findet Ugla Gräf nicht. Sie ist die Kuratorin einer neuen Ausstellung im Potsdamer Filmmuseum, in der es rund ums Märchen geht, genauer um sieben Filme, die einst in der Defa entstanden sind und nach wie vor in der Publikumsgunst ganz oben stehen. Dazu gehört der kleine Muck genauso wie das Rotkäppchen oder König Drosselbart.
Was den Filmen als Manko angerechnet werden könnte – ihre einfache Erzählweise und für heutige Begriffe altmodisch anmutende Szenerie – sei in Wirklichkeit ein Vorteil. Gerade kleinere Kinder fänden sich in den geradlinig erzählten und bildlich überschaubaren Geschichten eher zurecht, als in manchem perfektionierten Kinostück der Gegenwart, ist sich Ugla Gräf sicher.
Die Ausstellung beginnt in einer kleinen Stadt, in der die Helden leben, bevor sie in die weite Welt ziehen oder ziehen müssen. „Jedem Märchen ist ein Häuschen gewidmet mit einem Raum, der wiedererkennbar ist, weil er auch in den Filmen auftaucht.” Man kann durch Fenster schauen und an der Rückseite der Häuschen den Raum auch betreten. Hier gibt es Tafeln, auf denen die Geschichte auf überschaubare Weise erzählt wird. „Mach-Mit-Stationen” im Außenbereich mit illustrierten Gebrauchsanleitungen, zum Beispiel zum Turban binden oder Körbe flechten, sollen einen sinnlichen Eindruck vom Leben der Helden erzeugen.
Als Nächstes können die Besucher – gemeinsam mit den Märchenfiguren natürlich – in einen Wald gelangen. Der Wald steht sozusagen sinnbildlich für die Bedrohung. Er besteht aus etwa 100 echten Robinien und wird im Augenblick noch mühevoll installiert.
Wenn alle Mühen und Gefahren überwunden, aber die Helden wie zum Beispiel Rotkäppchen oder Muck am Ende zwar nicht glücklicher sind als am Anfang, so sind sie doch um eine elementare Erfahrung reicher, dann landet der Besucher im in Gold getauchten Thronsaal, darf sich auf einem prachtvollen Stuhl ausruhen und entspannen. Hier soll letztlich der Triumph des Guten über das Böse gefeiert werden.
„Museumspädagogische Angebote laufen in zwei Richtungen: Zum einen Teil sind sie fest in der Ausstellung verankert und Kinder können sie ohne Aufsicht und Anleitung wahrnehmen.
Mit Hilfe von Studenten der Uni Potsdam werden darüber hinaus für Kindergruppen regelmäßige Aktionen angeboten, die zusätzliche Erfahrungen bringen, jedoch aufwändiger sind und nur unter Anleitung durchgeführt werden können.”
Kuratorin Ugla Gräf jedenfalls zeigt sich sehr optimistisch, dass bis zum Internationalen Kindertag am 1. Juni alles fertig sein wird und die Ausstellung eröffnet werden kann. Dann müssen nur noch die Kinder, am besten ganze Schulklassen in scharen kommen, wenn es heißt: Es war einmal.
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