Startseite | Kontakt | Sitemap | Suche | Impressum
Deutsch | English
 
Richard Groschopp an einer Kamera Cameflex 35 bei Dreharbeiten zum Film "Entlassen auf Bewährung" 1958/59 - Foto: DEFA-Pathenheimer
Richard Groschopp an einer Kamera Cameflex 35 bei Dreharbeiten zum Film "Entlassen auf Bewährung" 1958/59 - Foto: DEFA-Pathenheimer 

» Bestand

Richard Groschopp

Lebensdaten, Auszeichnungen, Veröffentlichungen von Richard Groschopp


Lebensdaten Richard Groschopp

19.02.1906
Richard Robert Louis (Ludwig) Groschopp wird als zweiter Sohn des Schützenhauswirtes Richard Groschopp in Kölleda / Thüringen geboren.
1910/1913
Umzug nach Erfurt, später nach Greiz, Besuch der Volksschule in Greiz 1912 bis 1920; Aufführung von Stegreifspielen, Erlernen des Geigenspiels
1920-1923
Konditorenlehre in Erfurt bei HOKO (Horst Kohl)
1920-1926
Besuch des Konservatoriums der Musik in Erfurt und Kiel
1923-1924
Volontariat in der Commerz- und Privatbank in Greiz (Banklehre abgebrochen)
1924-1927
Wanderjahre als Konditor in Plauen, Kiel, Würzburg, Hamburg, Erfurt; intensive Beschäftigung mit Literatur, Schreiben von Kurzgeschichten, Besuch von Kunst- und Literaturlehrgängen, Privatschüler des Dozenten Günter Wieland (Philologe)
1927
Umzug nach Dresden; Arbeit als Dessertposten in der Konditorei Kreutzkamm in Dresden
1929
Projektor Groschopp
Schmalfilmprojektor 16mm von Richard Groschopp, hergestellt ab 1929 von der Zeiss Ikon AG Dresden.
(Leihgabe Matthias und Thomas Warneke)
Eheschließung mit Gertrud Ihle; Beginn als Filmamateur
 
1932
Geburt Tochter Renate
ab 1932
Schreiben für die Zeitschrift „Film für alle“; Mitglied Bund der Filmamateure
1935
Meisterprüfung als Konditor
1935
Kamera Groschopp
Richard Groschopps erste 16mm-Kamera: die „Movikon 16“ der Zeiss Ikon AG Dresden (1932) mit Federwerksantrieb, fünf Geschwindigkeiten und Einzelbildschaltung. Mit diesem Modell wurde u. a. „Eine kleine Königstragödie“ (1935) gedreht.
(Leihgabe Matthias und Thomas Warneke)
Erster großer Erfolg und internationale Anerkennung mit dem Film Eine kleine Königstragödie, Angebot von Boehnerfilm, den Film auf Normalfilm zu drehen.
 
Zensurkarte Kleine Königstragödie
„Eine kleine Königstragödie“ (1935): Zensurkarte für die bei Boehner-Film auf 35mm nachgedrehte Version, Wiederzulassung vom 18.12.1943
 
1935
Werkfoto Bommerli
Werkfoto „Bommerli“
in: Berliner Illustrierte Zeitung, 24/1936
Film Bommerli über seine Tochter Renate ist wiederum sehr erfolgreich.
 
1936
Olympia-Vertrag
Angebotsschreiben zur Anstellung für Einzelfilme der Olympiade-Filmgesellschaft mbH, Juni 1936
Sechs Wochen Arbeit als Kameramann bei Olympia
 
1936-1945
Anstellung Groschopp
Bestätigung der Anstellung bei Boehner-Film als Filmoperateur und Regisseur, 1936
Anstellung bei Boehnerfilm als Kameramann und Regisseur für Kultur- und Werbefilme; Einstufung als kriegswichtiger Betrieb, da plastische Lehrfilme für die Flakausbildung produziert wurden, dadurch Übernahme Groschopps in die Liste der Unabkömmlichen
 
1937
Elbestadt bei Nacht im Auftrag der Stadt Dresden
1939
Richard Groschopp dreht Karlsbader Reise
Karlsbader Reise 3
Szenenfotos: Überblendungstrick aus „Karlsbader Reise“ (1939)
Karlsbader Reise 2
Szenenfotos: Überblendungstrick aus „Karlsbader Reise“ (1939)
Karlsbader Reise 1
Szenenfotos: Überblendungstrick aus „Karlsbader Reise“ (1939)
 
1939
Kurzer Militär-Einsatz als Beobachter Abt. Meißen
1940
Kriegstagebuch
Auszug aus dem Kriegstagebuch, 1940
Fünf Monate Kriegseinsatz in Frankreich als Kameramann (Soldat)
 
Wehrmachtsuniform
Richard Groschopp in Wehrmachtsuniform, 1940
 
1943
Geburt der Tochter Regine
1943-1945
Vorlesungen über Filmgestaltung in der staatl. Fotofachschule Dresden
13.02.1945
Durch Bombenangriff obdachlos, Übersiedlung Boehners nach Wirsberg/ Oberfranken – Angebot an ausgebombte Mitarbeiter, mit Familien mitzukommen
1946
Porträt 1947
Richard Groschopp, 1947
Rückkehr nach Dresden, Arbeit bei der DEFA-Produktion Sachsen (ehemals Boehnerfilm) als Regisseur, Kameramann und Schnittmeister, später vorübergehend auch Produktionsleiter.
 
DEFA Sachsen
Werkfoto mit Günter Althaus, DEFA Produktion Sachsen, 1949
Hauptsächliche Produktion von Auftragsfilmen für Betriebe und Institutionen sowie Wochenschaubeiträge für den Augenzeugen; Eintritt in die SED
 
1948
Erscheinen des Buches Filmentwurf und Filmgestaltung
1950
DEFA-Vertrag
Anstellungsvertrag als Regisseur bei der DEFA, 1950
Wechsel zur DEFA-Spielfilmproduktion, Berlin; Mitarbeit bei Familie Benthin unter Leitung von Kurt Maetzig und Slatan Dudow
 
1951
Umzug nach Berlin; erster eigener Spielfilm Modell Bianka
1952
Mitarbeit am Drehbuch zu Geheimakten Solvay
1953
Vorbereitung und Gründung der satirisch-humoristischen Kurzfilmreihe Das Stacheltier, danach Verwirklichung von ca. 55 Folgen
1955
Wechsel zum DEFA-Spielfilmstudio, Babelsberg; Zweiter Spielfilm 52 Wochen sind ein Jahr
1955/56
Lehrauftrag für ein filmkünstlerisches Praktikum an der Deutschen Hochschule für Filmkunst, Fachrichtung Regie
1956-1960
Chefredakteur der Zeitschrift „Film für alle“
1958
Umzug nach Kleinmachnow
1959-1961
Vorsitzender der Zentralen Arbeitsgemeinschaft Amateurfilm
1959-1962
Fachrichtungsleiter Regie an der Deutschen Hochschule für Filmkunst, Babelsberg
1960-1966
Präsident des Nationalen Zentrums Amateurfilm der DDR
1962
Tod der ersten Ehefrau
1965
Eheschließung mit Ursula Madrasch geb. Vielbaum
1965-1966
Mitglied des wissenschaftlich-künstlerischen Beirates beim Ministerium für Kultur
1973
Groschopp 1990
Richard Groschopp, um 1990
Ausscheiden aus dem DEFA-Spielfilmstudio, bis dahin 14 Spielfilme unter seiner Regie
 
08.07.1996
Richard Groschopp stirbt im Alter von 90 Jahren.

Auszeichnungen Richard Groschopp

1933
Die wundersamen Abenteuer des kleinen Mutz (Puppentrick) Silbermedaille des internationalen Amateurfilm-Wettbewerbs in London
1935
Wanderpreis Groschopp
Wanderpreis der Reichsvereinigung Deutscher Lichtspielstellen, Kultur- und Werbefilmhersteller für „Eine kleine Königstragödie“ (1935) und „Bommerli“ (1936).
Da Richard Groschopp die Auszeichnung zwei Jahre hintereinander erhielt, durfte er den Preis behalten.
Eine kleine Königstragödie Erster Preis des 1. Nationalen Deutschen Amateurfilm-Wettbewerbs; Wanderpreis (Bester deutscher Amateurfilm) der Reichsvereinigung Deutscher Lichtspielstellen, Kultur- und Werbefilm-Hersteller e.V.; Ehrenpreis der Zeitschrift „Film für alle“
 
1936
Bommerli Erster Preis des 2. Nationalen Deutschen Amateurfilm-Wettbewerbs; Erster Preis auf dem Internationalen Amateurfilm-Wettbewerb in Berlin; Zweiter Preis (Schmalfilm-Wettbewerb) auf dem Internationalen Filmfest in Venedig
Ritterlicher Kampfsport Erster Preis (Sonderwettbewerb für Sportfilme) des Nationalen Deutschen Amateurfilm-Wettbewerbs
1949
Auszeichnung mit der Aktivistenurkunde
1951
Ehrennadel der DEFA in Gold
1954
Heinrich-Greif-Preis III. Klasse für Das Stacheltier
1959
Kunstpreis der DDR für Ware für Katalonien
1964
Carl-von-Ossietzky-Medaille / Juni-Lorbeer des Fernsehens der DDR für Carl von Ossietzky
1971
Heinrich-Greif-Preis II. Klasse
1972
Verdienstmedaille der DDR
1975
Verdienstmedaille der NVA in Silber
1986
Medaille für Verdienste im künstlerischen Volksschaffen der DDR
1986
DEFA-Ehrennadel für Verdienste um die Entwicklung des Filmschaffens der DDR
1988
Jahresmedaille der UNICA

Veröffentlichungen von Richard Groschopp

Bücher Groschopp
Buchveröffentlichungen für den Amateurfilmer von Richard Groschopp aus den Jahren 1948 bis 1975

Warum nicht einmal mit Puppen spielen?
in: Film für Alle. Heft 11/1933, S. 304
Entdeckung der Nähe
in: Film für Alle. Heft 10/1934, S. 297
Filmentwurf und Filmgestaltung. Gesetze und Beispiele.
Halle (Saale): Knapp 1948 (Filmbücher für alle 3); 224 S., 166 Abb. (mehrere überarbeitete Neuauflagen)
Maryan v. Hotschewar: Das Schmalfilm-Lehrbuch
Bearbeitet von Richard Groschopp. Halle (Saale): Knapp 1952, 251 S., 288 Abb. (mehrere überarbeitete Neuauflagen)
Der Filmtitel. Seine Technik und Gestaltung.
Halle (Saale): Fotokinoverlag 1958, 156 S.


Zusammenstellung: Ines Belger
© 2012 Filmmuseum Potsdam | Realisiert durch die ARTEMiSiUM GmbH & Co. KG
Social Media
RSS-Feed-Icon Die Filmmuseums-Neuigkeiten als RSS-Feed abonnieren.

iCalendar-Icon Die Filmmuseums-Termine als iCalendar abonnieren.


Social Networks
| |


Kulturpartner
» Potsdam 2011 - Stadt des Films
» Tourismus-Marketing Brandenburg
» Kinematheksverbund
» Neuer Kunstkalender Potsdam




facebook Das Filmmuseum Potsdam auf Facebook
image