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Dramaturg Klaus Wischnewski und Walter Janka bei den Dreharbeiten zu dem Film „Aufgeben oder neu beginnen - Walter Janka“ (1990, R, Karlheinz Mund)
Dramaturg Klaus Wischnewski und Walter Janka bei den Dreharbeiten zu dem Film „Aufgeben oder neu beginnen - Walter Janka“ (1990, R, Karlheinz Mund) 

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Walter Janka

Biographie


Verleger, DEFA-Direktor, Dramaturg
29.04.1914
Geboren in Chemnitz
Ausbildung zum Schriftsetzer
1932
Eintritt in die KPD
1933
Politischer Leiter des Kommunistischen Jugendverbandes (KJVD) im Erzgebirge
1933 – 1935
Haft im Zuchthaus Brandenburg und Konzentrationslager Sachsenberg (Frankenberg). Janka wird während der Haft ausgebürgert.
August 1935
Entlassung und Ausweisung als Staatenloser in die CSR
1936 – 1939
Teilnahme am Spanischen Bürgerkrieg, zuletzt Major und Batteriekommandeur der spanischen Volksarmee
1939 – 1941
Internierung in Frankreich in den Lagern St. Cyprien, Gurs, Vernet und dem Auswanderungslager Les Milles. Von dort Flucht nach Marseille.
1941 – 1947
Exil in Mexiko. Dort ist er u. a. Leiter des Exil-Verlages „El Libro Libre“.
1947
Rückkehr nach Berlin. Janka wird persönlicher Mitarbeiter Paul Merkers beim Parteivorstand der SED.
1948 – 1950
Generaldirektor der DEFA
Februar 1950
Stellvertretender Geschäftsführer des Aufbau-Verlages
1950
Leiter des Aufbau-Verlages
06.12.1956
Verhaftung
26.07.1957
Unrechtmäßige Verurteilung zu fünf Jahren Zuchthaus wegen „Bildung einer konterrevolutionären Gruppe“ um den Verlag und die hauseigene Zeitung „Sonntag“
1958 – 1960
Zuchthaus Bautzen, mit zeitweise verschärfter Einzelhaft. Schwere Erkrankung. Durch anhaltende internationale Proteste unter anderem von den Schriftstellern Halldor Laxness, Lion Feuchtwanger, Leonhard Frank und der Familie Thomas Mann entlassen.
1960 – 1962
Arbeitslos
1962 – 1972
Dramaturg bei der DEFA
Oktober 1989
Die Veröffentlichung eines Auszugs aus seinen Memoiren und vor allem die medienwirksame Lesung im Deutschen Theater in Ost-Berlin führen zu einer Welle der Empörung gegen die SED.
05.01.1990
Aufhebung des Urteils von 1957
1990
Zunächst Mitglied des Rates der Alten beim Parteivorstand der PDS, dann Austritt aus der PDS
17.03.1994
Walter Janka stirbt in Kleinmachnow


Zusammenstellung Peter Warnecke
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