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Werbebanner zur Ausstellung (Ausschnitt); Gestaltung: h neun, Berlin
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Lola, Lenin und Mein Führer: X Filme

Plakat XPlakat.jpg
Plakat; Gestaltung: h neun, Berlin
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1. Juni – 30. September 2007
Sie glaubten fest an neue, kreative Produktionsstrukturen und daran, dass sie bald anspruchsvolle Filme für ein großes Publikum machen würden. Deshalb gründeten die Regisseure Tom Tykwer, Wolfgang Becker und Dani Levy gemeinsam mit dem Filmkaufmann Stefan Arndt 1994 in Berlin eine Filmproduktionsfirma: X Filme Creative Pool. Würden sie dem deutschen Film zu neuem Ansehen verhelfen können? In den folgenden Jahren gelang ihnen das tatsächlich: Mit Filmen wie «Das Leben ist eine Baustelle», «Lola rennt», «Good Bye, Lenin!» oder «Alles auf Zucker» füllten sie Kinosäle – sogar im Ausland – und ernteten Kritikerlob. Die Ausstellung porträtierte die X-Filmer, rekapitulierte die Firmengeschichte, zeigte wunderbare Stücke aus unvergessenen Filmen und blickte hinter die Kulissen des jüngsten Filmcoups, den die X-Filmer soeben ins Kino gebracht hatten.
Kuratoren: Matthias Knop (FM Düsseldorf); Ugla Gräf, Renate Schmal (FMP)
Plakat: h neun (Berlin)
Ausstellungsfotos folgen.

Ausstellungsrundgang | Filmreihe | Presse | X Filme Creative Pool

Ausstellungsrundgang
Einige der berühmtesten X-Filme wurden im Filmmuseum Potsdam mit Hintergrundinformationen, Dokumenten, Making Of’s sowie originalen Requisiten und Kostümen vorgestellt.

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Das Leben ist eine Baustelle
Ein riesiges Küken im Supermarkt – die wohl seltsamste Rolle von Jürgen Vogel. Sein skurriles Kostüm aus Das Leben ist eine Baustelle war in der Ausstellung zu bewundern.
 

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Lola rennt
Rot steht für Alarm und Gefahr. Und gefährlich leben Lola und Manni im Film allemal. Schließlich geht es um 100 000 Mark! Rot sind auch Lolas Haare aus dem weltweit gefeierten Film Lola rennt. Ihre Perücke war im Filmmuseum zu sehen!
 

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Absolut Giganten
Eine Nacht, die es in sich haben muss, etwas ganz Besonderes, groß und unvergesslich! Für Floyd, Ricco und Walter aus Absolute Giganten gehören die Kneipen und Clubs dazu, und auch das Kickerspiel, dessen Figuren den Weg ins Museum fanden.
 

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Meschugge
Unterlagen zur Produktion von Meschugge gaben Einblicke in die aufwändige Realisierung der Geschichte über zwei junge Menschen und ihre jüdische Herkunft. Gedreht wurde dies- und jenseits des Atlantiks.
 

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Der Krieger und die Kaiserin
Der Film mit dem Luftröhrenschnitt: Der Krieger und die Kaiserin. An die explosive Liebesgeschichte zwischen Sissi und Bodo erinnerten die Kostüme der Hauptdarsteller Franka Potente und Benno Fürmann.
 

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Heidi M.
Ein Stehtisch in der Ausstellung erzählte vom festgefahrenen Leben derHeidi M. Im Film steht er in Heidis kleinem Laden. Dort verbringt sie einen Großteil ihrer Zeit – bis eines Tages ein Mann alles durcheinander zu bringen droht.
Auch das Kostüm von Katrin Sass war in der Ausstellung zu sehen. Herzlicher Dank an die Kostümbildnerin Simone Simon und Theaterkunst, Berlin.
 

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Heaven
In der unwirklich schönen Landschaft der Toskana spielt der Film Heaven. Unzählige Fotos beschrieben die Suche der Filmemacher nach den passenden Drehorten für diesen Film, der nach einem Drehbuch Krzysztof Kieslowskis entstand.
 

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Good bye, Lenin
Von Sigmund Jähn und seinem Flug ins All träumt Alex in Good bye, Lenin! Als kleiner Junge bastelt er eine Rakete, in deren Cockpit der Sandmann in die Stratosphäre aufsteigen soll. Flugobjekt samt Sandmann waren nun in der Ausstellung gelandet, gemeinsam mit vielen anderen Requisiten und Kostümen aus dem Film.
 

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Was nützt die Liebe in Gedanken
Im Absinthrausch stellt sich drei Teenagern am Ende der wilden Zwanziger die Frage Was nützt die Liebe in Gedanken Unfähig, ihr Beziehungsknäuel zu entwirren, kommt es zur Bluttat. Beweisstück A konnte in der Ausstellung betrachtet werden.
 

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Agnes und seine Brüder
In Agnes und seine Brüder erzählt Oskar Roehler vom schwierigen Alltag ungleicher Geschwister. Bei Werner glänzt zumindest die Fassade, bei Hansjörg glänzt gar nichts. Aber Agnes glitzert: Ein goldenes Paillettenkleid und grüne Krokostiefel sind ihr nächtliches Outfit – in der Ausstellung war es zu sehen.
 

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Alles auf Zucker
Eine Billardkugel stand in der Ausstellung für Jaeckies Passion und Profession: Er ist leidenschaftlicher Spieler. In Alles auf Zucker! muss der ehemalige DDR-Sportjournalist seine längst verschütteten jüdischen Wurzeln ausgraben, um an das Erbe seiner Mutter zu kommen.
 

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Sommer vorm Balkon
Den Fingerring von Nike halten alle für echt. Nur Ronald nicht. Auch sonst scheint er wohl nicht der Richtige für sie zu sein. Und auch Freundin Katrin hat liebe Not mit Alltag und Gefühlen ... In Sommer vorm Balkon (Peter Rommel Productions und X Filme Creative Pool GmbH)
 

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Mein Führer
Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler ist – zumindest in der Ausstellung –, dass auch der Führer aufs Klo muss. Den Beweis hierfür trat die Marmortoilette aus der Reichskanzlei an. Einen schlagenderer Beweis für die erfrischende Respektlosigkeit von Dani Levys Tragikomödie war unter den Requisiten schwer zu finden ...






PRESSE
Lop, Lola, Lop
Ausstellung über die Firma X-Filme im Filmmuseum
Märkische Allgemeine Zeitung, Volker Oelschläger, 1. Juni 2007
Am Eingang der Ausstellung steht eine große Vitrine, gefüllt mit diversen Filmpreisen und einem riesigen Plüschküken in der Mitte. Das Tier ist eine Requisite aus dem Film „Das Leben ist eine Baustelle”, die Preise entstammen allesamt dem Meritenfundus der Produktionsfirma X-Filme Creative Pool. 1994 von den Regisseuren Tom Tykwer, Dani Levy, Wolfgang Becker sowie dem Produzenten Stefan Arndt gegründet, sollte die Firma den beteiligten in Anlehnung an die Gründungsidee der United Artists künstlerische und wirtschaftliche Freiheit ermöglichen. Unter der Ägide der X-Filme entstanden mittlerweile 30 Produktionen, darunter so „Lola rennt“ (1998), „Good bye Lenin” (2003) oder „Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler” (2007). Die X-Filme haben sich als Modellwerkstatt für den jungen deutschen Film durchgesetzt. Und trotz ihrer Jugend ist die Firma mittlerweile selbst Legende. Im Filmmuseum Düsseldorf war im vergangenen Jahr von Mai bis August eine erste Ausstellung mit dem Titel „Lola, Lenin und die Cineasten – das Phänomen X-Filme” über den Werdegang des Berliner Unternehmens zu sehen. Nun zieht das Potsdamer Filmmuseum nach: Gestern Abend wurde dort die Ausstellung „Lola, Lenin und Mein Führer: X-Filme” eröffnet. In einem Querschnitt werden mit Dokumenten, Plakaten, Requisiten, Kostümen und Filmaufzeichnungen insgesamt 13 X-Filmproduktionen vorgestellt. Zitate der Firmengründer geben Auskunft über ihre Philosophie. So findet sich gleich neben dem Eingang ein Zitat von Stefan Arndt aus dem Jahre 1996, das sich liest wie eine Manifestation: „Erstens glauben wir an den deutschen Film. Zweitens glauben wir an den deutschen Kinofilm. Und drittens glauben wir, dass ein deutscher Kinofilm nicht unbedingt eine Beziehungskomödie mit Beziehungskomödienstars sein muss.” Es folgen auf der linken Seite Filmplakate, die mit „Lop, Lola, Lop” und „Spring Lola” in Norwegen und Schweden für den ersten auch international erfolgreichen X-Film warben. Zu den Devotionalien der Schau zählen etwa die rote Perücke (in der Vitrine) und die grünkarierte Hose (an der Wand), die Franka Potente in der Rolle der Lola trug. In der Videoaufzeichnung eines Interviews mit der Schauspielerin erfährt der Besucher dann zum Beispiel, dass sie die roten Haare nach dem Film für einige Zeit für sich beibehalten hatte und dass der eigene Gang der Lola extra für den Film kreiert wurde. Dass die vom Filmmuseum getroffenen Auswahl der Filme sich nicht zwingend mit den Vorlieben der X-Filmer deckt, erwies sich bei der Frage nach dem Film, der ihnen spontan als ihr liebster einfällt. Wolfgang Becker nannte nach kurzem Überlegen „Stille Nacht” (Regie: Tom Tykwer, 1997), der ihm immer noch Neues erzähle. Manuela Stehr, seit 2000 im Vorstand der X-Filme, nannte zunächst „der Rote Kakadu” (Regie. Dominik Graf, 2004). Beide Filme sind in der Ausstellung nicht berücksichtigt. Dann aber nannte Stehr die Komödie „Alles auf Zucker” (Regie: Dani Levy, 2004) und begründete das mit einem „irrwitzigen Kampf”, den es brauchte, damit dieser Film überhaupt möglich wurde und letztlich in die Kinos kam. Gegen den Film sei angeführt worden, dass die Geschichte – ein ostdeutsches Ehepaar muss sich mit seinen jüdischen Wurzeln konfrontieren lassen - keinen Menschen interessiere, und wenn doch, dann nur eine ganz geringe Minderheit. Der vielfach preisgekrönte Film, der mittlerweile 1,2 Millionen Menschen in die Kinos brachte, wurde gestern Abend im Anschluss an die Vernissage gezeigt.
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