Eine Eifersuchtstragödie zwischen Wort und Bild
Mutter Courage und ihre Kinder – Der Film 1955
11. Dezember 2009 – 28. Februar 2010
„In den riesigen und hervorragend ausgestatteten Ateliers hatte Max (Douy) wunderschöne, fremdartige und trostlose Dekorationen aufgebaut, Kriegsbilder, Bilder von allen Kriegen überhaupt.”
So beschreibt Simone Signoret die Dekors des Pariser Filmarchitekten in den Babelsberger Ateliers. Von den parallel entstandenen Entwürfen des DEFA-Szenenbildners Oskar Pietsch weiß sie offenbar nicht.
Ein großer, internationaler Film soll es werden: Wolfgang Staudte denkt an Cinemascope, Farbe und internationale Besetzung mit den französischen Stars Simone Signoret und Bernard Blier. Brecht will einen Schwarz-Weiß-Film im Stil seines epischen Theaters mit seinen Schauspielern und unbedingt mit Helene Weigel in der Hauptrolle. Nach mühsam ausgehandelten Kompromissen beginnt Staudte im August 1955 zu drehen. Im September, nach nur 14 Drehtagen, muss er abbrechen, weil alle Vermittlungsversuche erfolglos bleiben.
Die Ausstellung präsentiert erstmalig – im spannenden Vergleich – die Szenenbildentwürfe von Pietsch und Douy und Kostümfigurinen von Walter Schulze-Mittendorf. Gleichfalls wird mit Original-Materialien, u. a. auch mittels der Tagebuchaufzeichnungen des damaligen Produktionsdirektors Albert Wilkening, der Fortgang und das Scheitern dieses außerordentlichen Filmprojektes dokumentiert.
Kuratoren: Dorett Molitor (Filmmuseum Potsdam) und Anke Vetter (Kunsthistorikerin, Berlin)
Pressereaktionen zu "Eine Eifersuchtstragödie zwischen Wort und Bild" Mutter Courage und ihre Kinder – Der Film 1955 bzw. unter www.filmmuseum-potsdam.de/html/de/407-4255.htm






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